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Watain

WATAIN fanden sich kurz vor dem Ende des Jahrtausendwechsels zusammen und haben sich nach nur wenigen Jahren als treibende Kraft des Death Metal etabliert. Die Formation aus dem schwedischen Uppsala gehört trotz eines radikalen Auftritts und ihrem unverhohlenen Interesse an Satanismus zu den meistbeachteten Black Metal-Bands Skandinaviens. So stieg etwa ihr viertes Album „Lawless Darkness“ bis auf Platz 26 der schwedischen Charts, und auch das aktuelle, unlängst erschienene Album „The Wild Hunt“ erzeugt in der eingeschworenen Black Metal-Szene gewaltiges Interesse, wie der Einstieg auf Platz 18 der deutschen Charts mehr als verdeutlicht. Im Dezember kommt das Trio, das live von zwei zusätzlichen Musikern unterstützt wird, für acht Konzerte nach Deutschland, um am 15. Dezember in Stuttgart-Wangen im LKA/Longhorn Station zu machen.

Zu einer Zeit, als die Szene selbst in Schweden, dem Mutterland des Black Metal, keine so große Bedeutung besaß wie noch einige Jahre zuvor, entstand in Uppsala eine neue Formation, die dem Genre eine Frischzellenkur verlieh. Bereits die im Gründungsjahr veröffentlichte erste Single gab mit ihrem Titel selbstbewusst die Richtung vor, die WATAIN einzuschlagen gedachte: „The Essence of Black Purity“. Ihre Anbetung der dunklen Mächte und ihre Auseinandersetzung mit satanistischen Glaubensbekenntnissen erzeugte ebenso hohes Interesse wie so manche Kontroverse. Unbestritten blieb dabei stets, dass sich hinter WATAIN eine außergewöhnlich begabte, virtuos aufspielende Metal-Band verbirgt.

Ihr Debütalbum „Rabid Death’s Curse“ entstand in Quartett-Besetzung, kurz darauf trennten sich die Gründungsmitglieder E (Erik Danielsson, Gesang & Bass), P (Pelle Forsberg, Gitarre) und H (Håkan Jonsson, Schlagzeug) vom zweiten Gitarristen C. Blom. Seither agiert die Band im Studio zu Dritt, wird live allerdings unterstützt durch Gitarrist Set (Davide Totaro) und Bassist A (Alvaro Lillo). Die folgenden Alben „Casus Luciferi“ (2003), „Sworn To The Dark“ (2006) und „Lawless Darkness“ (2010) sowie ihre aufwühlenden, mit konfrontativen Elementen aufgeladenen Shows blieben nicht ohne hitzige Diskussion innerhalb und auch außerhalb der Black Metal-Szene. Ihr stetig wachsender Erfolg bekräftigte sie jedoch, die einmal eingeschlagene Richtung fortzuführen. Sie seien „Wölfe, die den Schafen der Konformität auf die richtigen Wege helfen werden“, so erklärten sie ihr konfrontatives Gebaren. Unlängst erschien mit „The Wild Hunt“ ihr fünftes Album, das in intesiver Weise für den Black Metal im Jahr 2013 steht.

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