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Nick Cave

Natürlich muss man NICK CAVE heutzutage nicht mehr vorstellen. Man muss auch seine Live-Qualitäten nicht mehr loben. Oder seine Alben. Aber man sollte es tun. Immer wieder. Schließlich ist es alles andere als selbstverständlich, dass der gebürtige Australier noch immer so agil ist, noch immer auf solch hohem Niveau abliefert. Sein letztes Album „Push The Sky Away“, das er u.a. bei einem wundervollen Konzert im Berliner Admiralspalast vorstellte, zählte nicht nur zu seinen kommerziell erfolgreichsten, es zeigte ihn und seine Bad Seeds auch in einem Sound, den man der Band vielleicht nicht zugetraut hätte.
Zurückgenommen, fast kühl, mit Loops und Klangflächen arbeitend, entwickelte es einen ganz eigenen Sog. Nur wenige Monate später legte Cave mit „Live from KCRW“ eines der besten Live-Alben der letzten Jahre nach. Auch hier dominierte das dezente Gitarrenspiel, der perfekt gesetzte Pianoakkord, der Fokus auf seine Stimme und seine Texte. Und als wäre das noch nicht genug, war Cave zudem Hauptdarsteller und Thema des Filmes „20.000 Days On Earth“, für den er Iain Forsyth und Jane Pollard einlud, ihn an seinem 20.000 Tag auf diesem Planeten zu begleiten. Was darin Realität ist, was Inszenierung? Wer weiß? Wer muss das wissen? Ähnlich verhält es sich mit den nun in zwei sehr besonderen Konzertstätten angesetzten Shows. Man weiß noch nicht, was genau passieren wird. Nur dass einiges passieren wird, das wissen wir ganz bestimmt. Begleitet wird er auf seiner Solo-Tour nicht etwa von einer zehnköpfigen Band, sondern von vier Instrumentalisten der Bad Seeds, die in Berlin und Stuttgart für eine intime und beeindruckende Atmosphäre der besonderen Art sorgen werden.

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