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Blue October

Autobiographische Gänsehauttexte gepaart mit eingängigem, variablem Rock-Sound: Hierfür steht die US-Formation BLUE OCTOBER, die am 21. November live in Stuttgart zu sehen ist. Die aufrichtige Verarbeitung der Lebens- und Leidensgeschichte des manisch-depressiven Frontmanns Justin Furstenfeld vertonen die Texaner als eingängigen, wie sie es nennen, „Bi-Polar-Art-Rock“. Dieser facettenreiche, zwischen Emo, Progressive- und Alternative-Rock zu verortender Stil bindet die teils gegensätzlichen inhaltlichen Stimmungen musikalisch und pendelt zwischen melodiös-hymnischen, melancholisch-melodramatischen und modern-treibenden Passagen. So auch in den aktuellen Songs vom siebten Studioalbum „Any Man In America“ (VÖ: 26.8., Label: earMUSIC, Vertrieb: Edel), das gemeinsam von Sänger/Gitarrist Justin Furstenfeld und Tim Palmer (U2, David Bowie, Pearl Jam) produziert wurde. Dieses präsentiert die Gruppe hierzulande bei Live-Shows vom 7. – 21.11. Im Vorverkauf sind neben regulären Eintrittskarten auch limitierte „Gold-Tickets“ (55 € inkl. Gebühren) erhältlich, die bereits vor Konzertbeginn Zugang zu Merchandise-Stand und Soundcheck bieten sowie ein Meet & Greet mit der Band ermöglichen.

BLUE OCTOBER entstehen Ende der Neunziger in Houston/Texas. Beeinflusst von Peter Gabriel, Roy Orbison, The Cure, Morrissey, Pink Floyd und U2 landet der Vierer 2006 mit der Single „Hate Me“ vom Platinalbum „Foiled“ in den Vereinigten Staaten sowie Kanada einen Erfolgshit und eröffnet fortan Konzerte von Aerosmith, Kiss, Lenny Kravitz, Social Distortion oder
The Rolling Stones. Zahlreiche Kompositionen finden Eingang in Film- und Fernsehproduktionen („The Sopranos“, „Saw III“, „NCIS“), „Say It“ wird gar Teil des Soundtracks zur „Twilight“-Vampir-Saga. Es bildet sich eine stetig wachsende weltweite Fangemeinde, die sich stark mit den persönlichen Texten der Gruppe identifiziert, welche weitestgehend der unmittelbaren Lebenswelt von Justin Furstenberg entstammen. Bereits als 14-Jähriger in psychotherapeutischer Behandlung, beginnt er frühzeitig mit der Bewältigung seiner Probleme durch Songwriting, schreibt sich persönliche Erlebnisse sowie selbstkritische Reflexionen in Liedform von der Seele. „Die Songs kommen einfach so heraus, wenn es zuviel für mich wird. Es ist so, als ob man dadurch seinen inneren Frieden findet“. Mit diesen Worten resümiert der Vater einer kleinen Tochter namens Blue den kreativen Entstehungsprozess. Als prominenter Pate des Vereins Freunde fürs Leben e. V. engagiert er sich für Suizid-Prävention und die gesellschaftliche Aufklärung über Depression – beides zentrale Motive aus dem Themenfundus von BLUE OCTOBER. Gezeichnet von emotionalen Hochs und Tiefs, handeln auch die dreizehn unter dem Albumtitel „Any Man In America“ zusammengefassten Stücke von der hemmungslos ehrlichen Auseinandersetzung mit Identitäts- und Alltagskrisen, Stimmungsschwankungen, Drogenabhängigkeit, Trennungen beziehungsweise emotionalen Zusammenbrüchen. Furstenberg gelingt es, die komplexen und oftmals düsteren Thematiken seiner intimen Songs mit einem Hoffnungsschimmer zu versehen: „Das passiert jeden Tag in Amerika. Ich will nur zeigen, wie man es durchstehen kann, und dass es ein Licht am Ende des Tunnels gibt.“

Auf Tournee wird die Kernbesetzung um Justin Furstenbergs Bruder Jeremy (Schlagzeug), Bassist Matt Noveskey und Multiinstrumentalist Ryan Delahoussaye gegenwärtig durch Gitarrist Julian Mandrake zum Quintett erweitert. In diesem Jahr gastieren die Fünf für zehn Club-Konzerte in Deutschland. So wird hierzulande der November zum BLUE OCTOBER.

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